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Dokumentationen

Dokumentation zur Studienreise nach Schweden vom 19.-23.05.2014

Schweden

Zum dritten Mal führte das Institut 3L vom 19. – 23. Mai 2014 eine Studienreise nach Schweden durch. der Themenschwerpunkt 2014 lautete: „Inklusion in schwedischen Kindertageseinrichtungen“. Ziel war es, die Arbeit der Kitas in Schweden  unter dem Fokus der inklusiven Pädagogik näher kennen zu lernen. Die Reiseleitung hatten Frau Olga Gorovaia, die viele Jahre in Schweden gelebt und in Kitas gearbeitet hat und Jana Juhran, Leiterin des Institut 3L. Mit Start am Hauptbahnhof Dresden am frühen Morgen ging die Reise nach Rostock über Gedser – Helsingbor – Göteborg nach Ljungskile an Schwedens Westküste, die am späten Abend erreicht wurde.
In den letzten Jahren gab es durch den wirtschaftlichen Aufschwung im Land einen Babyboom, die Kindertagesstätten sind gut ausgelastet. Jedes Kind hat einen Anspruch auf einen Kitaplatz, der innerhalb von vier Monaten nach Antragstellung zur Verfügung gestellt werden muss. Für Kinder mit erhöhtem Förderbedarf muss dieser sofort ermöglicht werden.

Zuerst  wurde Sunningevägens förskola besucht, eine Kita in freier Trägerschaft der Madilda Skolan in Uddevalla. Nach einem ausführlichen Rundgang durch Haus und Außengelände bestand die Möglichkeit, sich mit der Leiterin fachlich auszutauschen. Die freie Trägerschaft ist in Schweden noch eine Ausnahme, Madilda Skolan ist ein Träger, der sich der reggio-inspirierten Pädagogik verschrieben hat und unter anderem auch den Fachaustausch zwischen Schweden und Reggio-Emilia ermöglicht.

Für die Arbeit der Elementarpädagogen gibt es einen für ganz Schweden einheitlichen Bildungsplan (Läroplan för förskolan), welcher 16 Seiten enthält und Richtungsziele für die Arbeit definiert. Die individuelle Ausgestaltung dieser Ziele obliegt den PädagogInnen in der Praxis. Dieser Lehrplan wurde vorgestellt. 

Schweden

Für die Unterstützung der Teilhabe von Kindern mit Einschränkungen hat in Schweden jede Kommune ein „habilitering center“, in dem Ärzte, Sozialpädagogen, Therapeuten, Krankenschwestern und Psychologen in einem multiprofessionellen Team arbeiten.  Das  „habilitering center“ von Uddevalla wurde am Dienstagnachmittag besucht.

Ziel aller Interventionen ist die Gewährleistung von Teilhabe der Kinder am gesellschaftlichen Leben. Jeder Fall wird individuell beraten und es wird nach den notwendigen Unterstützungen gefragt. Die Zusammenarbeit mit der Kita hat die Befähigung der Pädagog/innen in der Begleitung des Kindes zum Ziel.  Mit der Leiterin des „habilitering center“ fand ein Gespräch mit einer anschließenden Führung durch die Räume statt.

Tannumshede war das Ziel der Reise am Mittwoch. Auf dem Gelände des Weltkulturerbe-Museums von Tannumshede entstand 2007 ein Kindergarten. Die Kinder sind den ganzen Tag auf dem Gelände des Bronzezeitdorfes. Der pädagogische Schwerpunkt liegt hier auf dem Ansatz, Natur und Kultur als den Menschen prägende Einheit zu erleben. Eine Archäologin steht dem Kindergarten stundenweise als Museumspädagogin zur Verfügung. Die Kinder haben die Möglichkeit, archäologische Arbeit kennen zu lernen und teilweise mitzuarbeiten. Die Einrichtung ist ein anschauliches Beispiel dafür, wie der Kontext einer Kita als Ressource für die pädagogische Arbeit genutzt werden kann. Die Leiterin stellte die Arbeit der Pädagog/innen in Bezug auf die Umsetzung des Schwedischen Lehrplans vor.

Die Reise wurde wieder durch Busfahrers Matthias Löscher bereichert. Seine umfangreichen Skandinavien-Kenntnisse stellte er gern zur Verfügung und fuhr Schwedendie Gruppe  z.B. nach Fjällbacka – einer kleinen Fischerstadt, in der Ingrid Bergmann ihre Sommer verbrachte und der Film „Ronja Räubertochter“ gedreht wurde. Nach dem Aufstieg auf Fjällbackas Kungsklyftan mit Blick auf die Schären war die  Faszination  von der Schönheit der Küste groß.

Der letzte Schwerpunkt der Reise war Göteborg am Donnerstag. Eine  kommunale Kita stand der Gruppe zur Verfügung, um zu hospitieren und uns anschließend mit der stellvertretenden Leiterin des Hauses  darüber auszutauschen. Auch in dieser Einrichtung waren wieder viele Anregungen für Raumgestaltung, Materialauswahl, Dokumentation und Projektarbeit zu finden. Eine Mitarbeiterin, die sich besonders der Unterstützung von Kindern mit Beeinträchtigungen widmet, stand für Fragen zur Verfügung und berichtete über Beispiele der Umsetzung in der Kita.

In jeder Kita auf der Reise wurde immer wieder gesagt: egal, welche Themen die Kinder mitbringen und welchen Unterstützungsbedarf: jedes Kind ist willkommen und es ist Aufgabe der Kita und des Netzwerkes, zu schauen, wie dies gelingen kann.

Ein Stadtbummel und Abendbrot in Göteburg rundeten den Tag ab.

Die Teilnehmerinnen der Reise waren begeistert und konnten viele Inspirationen mitnehmen. Die nächste Reise nach Schweden wird vom 1.6. – 5.6.2015 stattfinden.

 

Impressionen von der Reise:

Schweden

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 Gesprächsrunde mit Frau Olga Gorovaia

 

Gruppenfoto

 

 

 

 

 

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