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Dokumentationen

Dokumentation zur Studienreise nach Schweden vom 01.-05.06.2015

Zum vierten Mal führte das Institut 3L vom 1. – 5.6. 2015 eine Studienreise nach Schweden durch. Themenschwerpunkt war wie schon im Vorjahr „Inklusion in schwedischen Kindertageseinrichtungen“ mit dem Ziel, die Arbeit der Kitas in Schweden  unter dem Fokus der inklusiven Pädagogik näher kennen zu lernen.

Die Reiseleitung hatten Frau Olga Gorovaia, die viele Jahre in Schweden gelebt und in Kitas gearbeitet hat und Jana Juhran, Leiterin des Institut 3L. Mit Start am Hauptbahnhof Dresden am frühen Morgen ging die Reise nach Rostock über Gedser – Helsingbor – Göteborg nach Ljungskile an Schwedens Westküste, die am späten  Abend erreicht wurde. Unterwegs erfuhren die Reisenden schon Wissenswertes über Schweden und das schwedische Bildungssystem. Der schwedische Bildungsplan für die Kindertageseinrichtungen wurde kurz vorgestellt.

Mit einem Besuch in Sunningevägens förskola in Uddevalla begann der Dienstag. Es ist eine Kita in freier Trägerschaft der Madilda Skolan in Uddevalla. Die Gruppe tauschte sich mit der Fachberaterin und dem Geschäftsführer aus. Die freie Trägerschaft ist in Schweden noch eine Ausnahme. Madilda Skolan ist ein Träger, der sich der reggio-inspirierten Pädagogik verschrieben hat und unter anderem auch den Fachaustausch zwischen Schweden und Reggio-Emilia zur Grundlage der Weiterentwicklung ihrer pädagogischen Arbeit macht hat.

Für die Unterstützung der Teilhabe von Kindern mit Einschränkungen hat in Schweden jede Kommune ein „habilitering center“, in dem Ärzte, Sozialpädagogen, Therapeuten, Krankenschwestern und Psychologen in einem multiprofessionellen Team arbeiten.  Das  „habilitering center“ von Uddevalla wurde am Dienstagnachmittag besucht. Ziel aller Interventionen ist die Gewährleistung von Teilhabe der Kinder am gesellschaftlichen Leben. Jeder Fall wird individuell beraten und es wird nach den notwendigen Unterstützungen gefragt. Die Zusammenarbeit mit der Kita hat die Befähigung der Pädagog/innen in der Begleitung des Kindes zum Ziel.  Mit der Leiterin des „habilitering center“ fand ein Gespräch mit einer anschließenden Führung durch die Räume statt.

Am Mittwoch führte die Reise auf das Gelände des Weltkulturerbe-Museums in Vitlyke, dort entstand 2007 ein Kindergarten. Die Kinder sind den ganzen Tag auf dem Gelände des Bronzezeitdorfes. Der pädagogische Schwerpunkt liegt hier auf dem Ansatz, Natur und Kultur als den Menschen prägende Einheit zu erleben. Eine Archäologin steht dem Kindergarten stundenweise als Museumspädagogin zur Verfügung. Die Kinder haben die Möglichkeit, archäologische Arbeit kennen zu lernen und teilweise mitzuarbeiten. Die Einrichtung ist ein anschauliches Beispiel dafür, wie der Kontext einer Kita als Ressource für die pädagogische Arbeit genutzt werden. Der Kindergarten ist einer von drei Kitas in Tanumshede, am Nachmittag besuchte die Gruppe noch einen zweiten Standort in der Stadt.

Danach ging  die Fahrt über Grebbestadt nach Fjällbacka – einer kleinen Fischerstadt, in der Ingrid Bergmann ihre Sommer verbrachte und der Film „Ronja Räubertochter“ gedreht wurde. Der Aufstieg auf Fjällbackas Kungsklyftan mit Blick auf die Schären  erfolgte bei heftigem Sturm.

Der letzte Schwerpunkt der Reise war Göteborg am Donnerstag. Die  kommunale Kita Solgätan öffnete für die Gäste aus Deutschland die Türen. Nach einem Gespräch mit der Leiterin und der Fachberaterin stand den Teilnehmer/innen Zeit für Beobachtungen in den Gruppen zur Verfügung. Nach dem Mittagessen tauschten sich die Pädagog/innen noch einmal zu ihren Beobachtungen aus und die Fachberaterin sprach über die Erfahrungen der Einrichtung mit Beobachtung und Dokumentation. Der inklusive Ansatz ist für die schwedischen Pädagog/innen grundlegend: nicht die Kinder müssen sich an die Gegebenheiten der Kita anpassen sondern die Pädagog/innen habe die Aufgabe, die Bedingungen für jedes Kind zu schaffen. Dafür gibt es entsprechende Unterstützungssysteme in den Kommunen und Regionen.

Ein Stadtbummel und Abendbrot in Göteburg beendeten den Tag, die Rückfahrt ins Hotel erfolgte mit dem „Wasserbus“ (Älvsnabben) und die Gruppe konnte Göteborg bei Nacht vom Wasser aus erleben.

Die nächste Reise nach Schweden wird vom 30.05. – 03.06.2016 stattfinden, wir verändern die Reiseroute und werden uns auf Südschweden konzentrieren. Titel der Reise: „Beobachtung, Dokumentation und Reflexion pädagogischer Prozesse in der reggioinspirierten Pädagogik“.

Eine PowerPoint Präsentation zur Reise erhalten Sie hier.

 

Impressionen: